Silixflox
29-02-12 | 14:58

Hallo Leute.
Kilts...Röcke....Jupes. Wie man sie auch nennt, es sind in erster Linie Kleidungsstücke. In den Augen toleranter Betrachter ist das kein Problem. Leicht beschränkte oder einfach engstirnige Leute denen kann man es eh nicht Recht machen. Ich möchte im 21Jh. einfach eine Aussage machen. Ausser man tut es, oder ich bin für Gleichberechtigung egal wo und wie. Also auch für uns Kerle. Ich mache keinen Unterscheid ob ich einen Jeansrock oder Kilt trage. Hauptsache es ist nicht kürzer als das Knie und kein Bodentuch. Hat kein Blümchen und Rüschchen drann. Dann passt es schon. Ich selber darf auch 2 Kilts und 2 Jeansröcke mein Eigen nennen. Im tiefen Winter trage ich zu meinen Gesundheitsstrumpfhosen auch mal eine 2.aus Baumwolle darüber. Auch sportliche und eher grobe Stiefel dazu. Bis jetzt habe ich meistens nur Komplimente dazu bekommen. Aber auch die die Nase rümpfen durften ihren Senf dazu geben. Im Grossen und Ganzen wird es Zeit diese Mauer der vorurteile abzureissen. Das geht nur wenn es mehr echte Männer gibt die keine Hosen mehr tragen. Denn wir bleiben auch ohne Hosen, Männer.


Frank
13-01-12 | 12:47

Hallo Leute, Kilt- und Rockträger,

bin soeben auf diese schöne Homepage gestoßen und möchte dafür mein Kompliment aussprechen und auch meinen mehr oder weniger scharfen Senf dazugeben. Seit über 5 Jahren trage ich Kilt und ichkönnte mich heute noch ärgern, nicht schon eher darauf gekommen zu sein! Tja aber warum?? Eben auch wegen dieser blöden Vorurteile der lieben Mitmenschen wegen! Dabei gibts die solchen wohl eher in der eigenen Einbildung, wie ich nun seit ca. 5 Jahren weiß. Klar gibts immer irgendwelche Dödel, die es nicht lassen können dümmliche Bemerkungen zu machen, aber darüber kann man ja großzügig darüber hinwegsehen, so man(n) ein gesundes Selbstbewusstsein hat! Na und vielleicht auch eine Partnerin an der Seite, die einen darin noch bestärkt, so jedenfalls bei mir geschehen. Als große Fans der unendlich schönen Highlands und deren supernetten und gastfreundlichen Bewohnern, hatte es mir auch die schottische Tracht angetan, nichtnur des Aussehens wegen, oder weil ein Kilt praktischer fürs männliche Geschlecht erscheint, sondern weil es außerdem eine angenehme und optische Abwechslung vom täglichen Jeansblaugrau - Einheitbrei darstellt. Wiedermal auf einem der jährlich stattfindenden Higland Games in Machern bei Leipzig (der größten D-Lands!)den Pipern und Kämpfern zugehört und zugeschaut, sagte ich doch so im Überschwang der Gefühle zu meiner mich begeistert begleitenden stets besseren Hälfte: "Kilt würde ich auch tragen!" Wartete schon so vorsichtig und gespannt auf die Gegenreaktion und dass deren bewusster Griff zur Stirn ging oder wenigstens ein Lachanfall folgen musste. Weit gefehlt!!! Die Antwort war: Ja dann mach doch, gefällt mir tausendmal besser als Deine ausgebeulten Lederjeans (die ich meist trug)! Na Hilfe!!! Da hatte ich offene Türen eingerannt!! Am nächsten Tag, wieder daheim, an den PC gesetzt und fündig geworden - in einem recht preismoderaten Shop im UK und gleich zugeschlagen. Allerdings erstmal Kilt, Belt und Sporran - wollte ja erstmal probieren und eben auch die Reaktion der lieben Mitmenschen abwarten. Erster "Ausgang" mit Kilt zu einer Geburtstagsfeier und......Beifall geerntet, wobei ich annehme, dass dieser ehrlich gemeint war. Da sich dieses "erste Mal" ja eigentlich nur auf die Autofahrt zum Ort der Feierlichkeit und einen dortigen kleinen Spaziergang beschränkte, war dies ja noch kein großer Auftritt, aber immerhin ist dieses Outfit wohlwollend akzeptiert worden. Zweiter Versuch, diesmal unter größerem Publikum, bei einem großen Mittelalterspektakel, aber da war ich ja ohnehin Einer von Vielen, Kilts und Röcke, in denen die männliche Gattung steckte, in Massen. Nächster Auftritt Einkauf in der Großstadt, wieder begleitet von der Verursacherin des Ganzen. Von "geil", über "stark" bis "da traut sich wenigstens Einer mal was" war fast alles vertreten. Meine liebe Frau hatte da wohl mehr mitgeschnitten, als ich der (etwas aufgeregte!) Kiltträger selbst und bestätigte mir die positiven und teils bewundernden Bemerkungen. Das war also auch kein Problem! Wo also sollte dies überhaupt sein??? Wie eingangs erwähnt wohl nur im eigenen Kopf, der von Kindheit an so erzogen wurde, dass ein Junge, bzw. später Mann Hosen zu tragen hat, alles Andere war halt pfui!! Mittlerweile habe ich mehr Kilts (9 Exemplare verschiedenster Tartans)als Hosen im Kleiderschrank und im Laufe der Jahre ist die Komplettausstattung von sportlich bis festlich zusammengetragen worden. Kilt trage ich seit eben fast diesen 5 Jahren täglich und zu allen Anlässen. Kilt Nr. 10 ist ein sogenannter Utilikilt, also Handwerker, bzw. Werkzeugkilt und wird zur Arbeit getragen, denn der besteht aus derben jeansartigem Stoff und ist nicht kaputt zu bekommen. Als Handwerker tätig, kennen mich auch nurnoch so meine Kunden und ich wurde schon mehrmals nach Herkunft und Adresse dieses praktischen Kilts gefragt. Achja , á propos Herkunft: Lustig ist es besonders, wenn man so vorsichtig und auf Englisch angesprochen wird - ein Kilt hat ja nunmal ordnungshalber zu Schottland zu gehören!! Die Gesichter sind dann köstlich zu studieren, wenn man in seinem Heimatdialekt antwortet. Dabei kehr ich den Spieß auch gern um, wenn mir blöde Fragen, vor allem die allerleidlichste das "Darunter" betreffend gestellt wird. Meine Antwort auf die dümmlichste aller Fragen: You look it - shoes and socks!! Dabei gibts manchmal sogar rote Köpfe, wenn man auf deutsch gefragt wird, in der Annahme, der versteht sowieso nix und bekommt eine englische Antwort - peinlich - oder?? Mein Favorit unter den Antworten ist übrigens auf diese blöde Frage: "Kannst Du ein Geheimnis für Dich behalten???? - Ich auch!!"

Übrigens: Meine anfänglichen Autritte im Kilt waren nie irgendein Problem, weder in der Masse - da schon gar nicht, man wird offenbar kaum wahrgenommen - noch im kleinen Kreis, das größte aller Probleme lag daheim!! Jawohl! Nicht in der Familie, die findet es auch geschlossen voll OK, unser aus 28 Häusern bestehendes Minidorf war der schwerste aller Brocken!! Leute, habt ihr schon gesehen....?? Blabla, laber, laber sülz.....der ist wohl aufs andere Ufer gewechselt - ach ich weiß es ganz genau, der ist jetzt in einer solchen komischen Sekte und hat ja auch so komische Zeichen am Auto (die Schottlandflaggen!)und....und....und! Tja und was hat geholfen und zur Aufklärung beigetragen die Tratsctanten und vor allem -Männer zu bremsen?? Ein Flyer, den ich in alle Briefkästen verteilt habe und zu einem Diavortrag in unserer Garage über Schottland eingeladen hatte und darauf auch das "Warum" meiner unüblichen Bekleidung dargestellt hatte. Nun gibts keine dummen Bemerkungen mehr und etliche Lästermäuler denken gern an diesen schönen Abend zurück! vielleicht dem Einen oder Anderen von Euch eventuell ein kleiner Tipp so nebenbei, der sich auch über solche Lästereien ärgert.
Also Männer Mut zum Kilt oder Rock - traut Euch!

LG Frank


Pony
23-12-11 | 23:51

hallo, ich möchte mal was dazu sagen, ich finde das tragen von Röcken genial und super, nur was ich gar nicht mag, sind Hemden und noch schlimmer Schlipse, wie blöd muß man sein, sowas anzuziehen????
lg Pony


Detlef Ewert
01-09-11 | 11:43

Hallo Ralf!
Scön,daß ich Dich altes Haus nach soviel jahren wieder gefunden habe!


franco
21-10-10 | 11:51

Gratulation zu deiner schönen Seite!

Ich möchte meine Meinung zu dem Thema wider geben:

"Warum können Männer auch Röcke tragen?" - "Warum nicht?"

Männer und Jungen tragen grundsätzlich Hosen, Röcke und Kleider dürfen ausschließlich von Frauen und Mädchen getragen werden - so sind wir alle als Kleinkinder schon konditioniert worden. Aber: Ist dieser Grundsatz wirklich unumstößlich?

Die Mehrzahl der Frauen in Mitteleuropa trägt heute zumeist Hosen. Aber manchmal - wie zum Beispiel bei warmem Sommerwetter - greift das weibliche Geschlecht doch sehr gerne zum Rock oder zum Kleid. Über die Gründe für ihre Wahl braucht sich keine Frau zu rechtfertigen. Und einige Männer tun das auch nicht!

Frauen und Mädchen wird eine Auswahlentscheidung zugestanden, während Männern und Knaben glauben, ihnen sei dieses Recht verwehrt.

Es gibt auch Männer, die Röcke, Kleider, Sarongs, Tuniken, Kilts oder Gewandungen verschiedenster Art tragen - und ihre Erfahrungen und Erlebnisse dazu in Internetforen austauschen. In Frankreich gibt es sogar einen Verein "Männer in Röcken", der das Thema medienwirksam in der Öffentlichkeit platziert. Diese Männer vertreten die Ansicht, dass die von normalen Modehäusern verkaufte Männermode nicht ausreicht, um ihre individuellen Bekleidungsvorstellungen zu befriedigen - sie wollen für sich ein befreites Lebensgefühl abseits von herkömmlichen Kleidungskonventionen in Anspruch nehmen.

Die Mehrheitsmeinung unserer Gesellschaft, Männer dürften an den Beinen nichts anderes als Hosen tragen wird daher von diesen Männern abgelehnt! Wäre diese Mehrheitsmeinung in Gesetzesform gegossen, so würde sie einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz im Grundgesetz darstellen.

Eine kleine Industrie hat sich auf die Wünsche dieser Männer eingerichtet. Sie besteht schon lange nicht mehr nur aus schottischen und irischen Kilts. In den USA gibt es ein kleines Unternehmen, welches "Zeitgenössische Kilts" herstellt: utilikilts. Sie wirbt kreativ mit dem Spruch "We sell Freedom". Die von begeisterten Anhängern selbst produzierten Werbespots können auf der Homepage frei angesehen werden und zeigen eine beachtliche Professionalität.

Mindestens zwei selbstständige Schneiderinnen bieten im Internet maßgefertigte Kilts und Männerröcke zu zivilen Preisen an.

Neben dem Kauf bei spezialisierten Herstellern gibt es natürlich auch die Möglichkeit, in den Damensortimenten nach Röcken zu suchen. Einige typische Freizeitstoffe, wie Jeans oder Cord, werden sowohl zu Röcken als auch zu Hosen verarbeitet. Die Grenze zwischen "männlich" und "weiblich" ist daher fließend: Einige Männerrockträger scheuen sich nicht, typisch "weibliche" Stoffe, Farben, Applikationen und Muster zu tragen. Andere Männerrockträger lehnen dies strikt ab und achten darauf, trotz Rock ihr Geschlecht nie in Frage zu stellen - sie wollen nicht mit Crossdressern in einen Topf geworfen werden. Der Jeansstoff wurde ursprünglich nur von Herren getragen, und der Jeansrock ist eine vergleichsweise junge Markterscheinung. Wird Jeans zu einem "weiblichen" Stoff, wenn er zum Rock verarbeitet worden ist? Nein, natürlich nicht! Kein Mensch wechselt mal eben sein Geschlecht, nur weil er sich eben umzieht.

Wie auch immer: Männerrockträger sind individueller und genießen das Lebensgefühl einer Freiheit bei der Wahl von Bekleidungsstücken. Sie stellen Konventionen einfach in Frage. Sie fordern die Freiheit der Bekleidungswahl für jeden Menschen! Den Frauen, die die einst dem Mann vorbehaltene Hose erobert haben, machen sie es nach: sie wollen auch über ihre Kleidung selbst bestimmen dürfen!

Männer, traut Euch! Lasst Euch nicht in Schubladen pressen


Michael
03-10-10 | 15:48

Hallo ,
schön,daß es Deine Homepage gibt. Ich bin auch begeisteter Rock - Träger und suche Gleichgesinnte für Treffen und Wanderungen im Gebirge.Schade,daß man bei Deinen Gästebuch kein Bild beifügen kann.
Michael


smart-rocker | Homepage
21-07-10 | 15:09

Sehr schöne HP. Danke für die vielen Informationen und Berichte.


unbekannt
04-07-10 | 11:07

Auch ich trage gern Röcke oder Kleider.Ist superbequem find ich.


Karlheinz | Homepage
25-02-10 | 15:22

Seit mehr als 10Jahren bin ich heimlicher Rockträger. Von Kilt und den dazu getragenen Kombinationen halte ich ehrlich gesagt nichts, bzw gefällt mir nicht.

Deine Homepage finde ich sehr informativ, sehr schön.

LG Karlheinz


Hermann
14-09-09 | 02:51

Auch ich bin seit gut 14 Tagen Kiltträger. Meine bisherigen Erfahrungen reichen von voller Zustimmung bis hin zur vollen Ablehnung.
Habe auch schon mal mit dem einen oder anderen Modell aus der Damenwelt geliebäugelt, aber für meine Grösse nichts was mir gefallen könnte. Fazit für das was die Röcke kosten kann ich mir Kilts machen lassen. Was aber nicht heissen soll, daß ich diejenigen verachte die Röcke aus der Damenwelt sind, sondern im Gegenteil ich bewundere ihren Mut. Leider gibt es aber auch Rocktragende Männer die sich wegen unserer Gesellschaft nicht an die Öffentlichkeit trauen.

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